Bischof Ralph Napierski – katholischer Bischof in Union mit der römisch-katholischen Kirche

Kardinal Christoph Schönborn kritisiert am 20. Juli das Pastoralkonzil Vaticanum II

Er erzählte dabei aus seinem Leben und seiner Zeit als Dominikaner.

Der spätere Kardinal trat im Jahr 1963 mit 18 Jahren in den Orden der Dominikaner ein. Mit ihm waren es 18 Novizen.

Damals war die Ausbildung auf Lateinisch, erinnert er sich.

Er habe noch eine klassische Dominikanerausbildung erhalten.

Mit dem Zweiten Vatikanum kam die Krise

Während des Konzils – in den Jahren 1964 oder 1965 – habe die „große Kirchenkrise“ begonnen.

Das sei ein unglaublicher „Umbruch, Aufbruch, aber vor allem Abbruch“ gewesen.

Im Noviziat der Dominikaner wurden zu mittag die neuesten Nachrichten vom Konzil vorgelesen.

Es habe eine unglaubliche Stimmung der Begeisterung geherrscht. Das große Aber:

„Innerhalb von wenigen Jahren halbierte sich unser Kloster fast. Die Berufungen gingen radikal zurück.

Mitbrüder, die Jahrelang im Kloster waren, heirateten und gingen weg.

Innerhalb von zehn Jahren verließen 80.000 Priester in der katholischen Kirche ihr Amt und heirateten.

Sie verstehen, daß meine Euphorie über den Aufbruch des Konzils einfach aus dem, was ich erlebt habe, sehr begrenzt ist.

Es war in vielerlei Hinsicht ein Aufbruch, es war aber auch ein gewaltiger Abbruch. Es war ein gewaltiger Niedergang, auch.“

Kardinal Schönborn erwähnte, daß in der österreichischen Dominikanerprovinz inzwischen das dritte von vier Klöstern geschlossen wird:

„Von den vier Dominikanerklöstern, die es in Österreich gibt, wird nur eines überbleiben.“

Vieles von dem, was in den 50er und 60er Jahren existierte, sei heute weggebrochen.

Eine offensichtlich nicht existierende Generation

Katholische Kinder und Jugendliche erlebten sich in der Minderheit.

Das bemerkt Kardinal Schönborn nach eigenen Angaben in den Pfarreien. Dort gebe es „manchmal“ sogar einzelne Jugendliche.

Auf die Frage an die Kinder, wer in der eigenen Schulklasse mehrere Mitschüler habe, die am Sonntag regelmäßig zur Messe ginge, erhalte er die Antwort: „Ich bin der einzige.“

Daraus schließt der Kardinal, daß eine – offensichtlich nicht existierende – „Generation“ heranwachse, die sich als praktizierende Christen radikal als Minderheit erlebe.

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