Bischof Ralph Napierski – katholischer Bischof in Union mit der römisch-katholischen Kirche

Was ist ein Bischof?

Ein Bischof ist ein geweihter Beauftragter Gottes, der mit Vollmachten ausgestattet ist.
Zu seinem Auftrag gehört:

a) Mission – Verbreitung des Evangeliums – Versöhnung der Menschen mit Gott durch Jesus Christus
b) Lehren und stärken der Gläubigen
c) Bekämpfung von falschen Lehren und Angriffen auf die Gläubigen.
(Solche Angriffe sind auch von innerhalb kirchlicher Strukturen zu erwarten)

„Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versohnt hat durch Christus und uns das Amt
gegeben, das die Versohnung predigt.“
2. Kor 5,18

„Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, in seinem Namen den Gehorsam des
Glaubens aufzurichten unter allen Heiden.“
Romer 1,5

„So habt nun Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat zu Bischofen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat. 29 Denn das weis ich, dass nach meinem Abschied reisende Wolfe zu euch kommen, die die Herde nicht verschonen werden. 30 Auch aus eurer Mitte werden Manner aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die Jünger an sich zu ziehen.“
Apg 20,28-30

Bischof wird man durch Weihe zum Bischof nach der Berufung durch Gott:

„Lass nicht auser Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung der Altesten.“
1. tim 4, 14

Die Weihe erfolg mit Handauflegung und Gebet durch mindestens einen Bischof.
Bischof ist also derjenige, der durch einen Bischof gültig zum Bischof geweiht wurde.
Dieser wurde ja auch Bischof, dadurch, dass er durch einen Bischof gültig zum Bischof geweiht wurde, welcher ebenfalls dadurch Bischof wurde, dass er durch einen Bischof …. und so weiter.

Das ganze beginnt damit das Jesus Christus Menschen in das Bischofsamt eingesetzt hat (die Apostel), die durch Weihe mit Handauflegung andere zu Bischöfen geweiht haben, welche wiederum die nächste Generation zu Bischöfen geweiht hat, welche wiederum die nächsten Bischöfe geweiht haben und so weiter.

Diese ununterbrochene Kette der Weihe mit Handauflegung ausgehend von Jesus Christus bis zu jedem Bischof, nennt man Apostolische Sukzession.

Berufung

Am Anfang steht die Berufung durch Gott, welche der Berufene einem Bischof mitteilt. Dieser hat die Berufung zu prüfen. Weissagung mit Hilfe des Heiligen Geistes.
Wenn die Berufung als echt erkannt wurde durch den Bischof, gillt es den Berufenen auf das Amt vorzubereiten und nicht zu vorschnell zu Weihen.
In der Bibel lesen wir die Mahnung an Timotheus:
„Die Hände lege niemandem zu bald auf;“ 1. tim 5,22

Apostolische Sukzession

Wenn der Berufene bereit ist, die Bischofsweihe zu empfangen, muss diese von dieser die Weihe von einem Bischof welcher in der Apostolischen Sukzession steht empfangen.
Die Weihe nennt man Konsekration und den weihenden Bischof nennt man Konsekrator.

Weiheritual

Das Weiheritual enthält als wichtigste Bestandteile das Weihegebet und die Handauflegung.

Intention

Der Konsekrator muss wissen was er tut, sich der vorliegenden Berufung sicher sein und er muss die Absicht haben, den zu Weihenden für die Kirche als Bischof zu weihen, damit dieser bischöflich für die Kirche Tätig wird. Ebenso muss die richtige Intention des zu Weihenden vorliegen. Dieser muss sich seiner Berufung durch Gott sicher sein und er muss die Absicht haben als Bischof für die Kirche Tätig zu werden.

Der zum Bischofgeweihte wird Bischof, das ist nun fester Teil der Identität.
Die Bischofsweihe ist keine einfache Einsetzung in einen Job, sondern eine Transformation des Menschen in einen Bischof. Der Bischof ist Bischof vollkommen unabhängig von Jobfunktionen oder Aktivitäten. Einmal Bischof immer Bischof. Ebensowenig wie man Bischof durch einen Studienabschluss oder durch das Annehmen eines Arbeitsplatzes wird, ebensowenig hört man auf Bischof zu sein wenn man einen Arbeitsplatz abgiebt oder in Rente geht.

Neben der Bezeichnung Bischof (Episcopus) gibt es weitere Bezeichnungen für Bischöfe:

Vagantenbischof (episcopi vagantes, Sg. episcopus vagans), Wanderbischof, Missionsbischof
Ein Urtypus des Bischofsamtes. Als besonderes Vorbild ist hier der Apostel Paulus zu benennen, welcher durch die Welt reiste um Missionsarbeit zu leisten. Über viele Jahrhunderte hinweg waren die Vagantenbischöfe die treibende Expansionskraft der Kirche.
Unter einem Chorbischof (episcopus missus) verstand man in jener Zeit einen besonders mit Missionsaufgaben versehenen Bischof ohne festen Amtssitz. Aus vielen Quellen ist vom 6. bis zum 18. Jahrhundert der Titel „Chorbischof“ u.a. in bayerischen Diözesen, in Trier, Langres usw. bezeugt.
Die heute am meisten vertretene Gattung sind die Diözesanbischöfe.
Diese sind eingesetzt um die Kirche in einem bestimmten Gebiet (Diözese, Bistum) zu weiden.
Weihbischöfe sind ebenfalls Diözesanbischöfe, die für eine Diözese eingesetzt wurde, die aber keine oder kaum noch Gläubige hat. Doch statt die Diözese wieder aufzubauen lassen diese Bischöfe einfach alles im Stich und halten sich in fremden Diözesen auf.
Ein Erzbischof ist ein Oberaufseher über die bischöfe einer Provinz.
Ein Kardinal muss nicht Bischof sein, sondern ist eine Person die vom Papst den Auftrag erhalten hat als Instrument des Heiligen Geistes bei der nächsten Papstwahl teilzunehmen.

Ein Bischof kann mehrfach zwischen diesen Gattungen (und weiteren) wechseln. Bischof bleibt er immer. Einsetzung (Inkardination) als Diözesanbischof erfolgt durch den Papst.

Der Papst ist Bischof und eingesetzt als Stellvertreter Christi und Leitungsorgan der Kirche.

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